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    50 Jahre IT: "Das Würzburger Modell"

    06/06/2011

    Ziemlich genau 20 Jahre ist es her, dass konkrete Planungen zur Vernetzung der Unigebäude in der gesamten Stadt zu einem handfesten Vertrag mit der Deutschen Bundespost-Telekom mündeten.

    Zwar war die Ablösung der Großrechner in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts in vollem Gange, so stellte sich jedoch schnell die Frage nach einem Austausch der auf den Personalcomputern bearbeiteten Daten. Wie sollten die Forschungsergebnisse oder auch Verwaltungsdaten von "A" nach "B" kommen? Und wie sollte das in einer Flächenuniversität wie Würzburg von statten gehen?

    In Sachen IT-Infrastruktur zeigte (und zeigt!) sich hier einer der größten Nachteile der über die ganzen Stadt verteilten Gebäude. Nicht ohne gewisse Neidgefühle kann man sich die Situation der Kollegen in Campus-Unis betrachten, die sich mit der Vernetzung von Gebäuden doch erheblich leichter tun.

    Ein Bespiel für andere Flächenuniversitäten in Bayern

    Doch "Wehklagen" galt nicht und so musste für Würzburg frühzeitig überlegt werden, wie die verstreuten Institute alle an den Lebensnerv der Uni - das Hochschulnetz - angebunden werden konnten. So kam es auch, dass der damalige Leiter des Rechenzentrums, Wolfgang Schliffer, sowie sein Nachfolger Christian Rossa, von einem "Würzburger Modell" sprachen. Auch für die damalige Telekom hatte das Projekt Pilotcharakter und man versprach sich mit anderen bayerischen Flächenuniversitäten ähnliche Geschäfte.


    Die Stadtnetzplanung im Jahre 1991 - noch recht übersichtlich (Schema: RZ)

    Aus heutiger Sicht immer wieder mit einem Schmunzeln sind dabei die Probleme der damaligen Zeit zu sehen. 64 KBit-Leitungen nach München in das Leibnitzrechenzentrum waren das Höchste der Gefühle. In diesem Zusammenhang mahnte aber die Main-Post vom Mai 1991 vor einem "Geschwindigkeitsrausch". So waren gerade einmal 15 Jahre vergangen, als man noch Fernschreiber mit 300 bit/s im Einsatz hatte.

    Bauliche Besonderheiten

    Nicht nur, dass zwischen vielen Gebäuden teils kilometerlange Strecken liegen - auch die Gebäude selbst waren für ein schnelles Datennetz in keiner Weise vorbereitet. Zweiadrige Telefonkabel waren selbst am Hubland schon die einzigen Leitungen, die entfernt mit einer Datenübertragung zu tun hatten. Folglich mussten auch die Gebäude einer Infrastruktur-Optimierung unterzogen werden. Das dies - gerade bei denkmalgeschütztem Bestand - nicht gerade trivial war und ist, steht außer Frage.


    Der Stand im Jahr 2011: Deutlich sind die erheblichen Erweiterungen der letzten 20 Jahre zu sehen

    Über die Zukunft hinaus

    Mit dem damaligen Stand der Planungen sollte eine Geschwindigkeit von 140 MBit/s erreicht werden. Die Main-Post vom 31. Juli 1991 forderte hier wieder einen anschaulichen Vergleich: "Mit diesem Tempo kann nach Aussage der Telekom die Übertragung der Telefonbücher von Würzburg und Aschaffenburg pro Sekunde ermöglicht werden." Fraglos hatten die an der Uni Würzburg tätigen Wissenschaftler andere Anwendungsszenarien im Sinn.

    Doch schon damals sah man wiederum die Grenzen der aktuellen Planungen. 140 MBits/s waren nur ein Zwischenschritt. Für die Zukunft (O-Ton der Herren Schliffer und Rossa: "das ist keine Utopie") hieß die neue Grenze Gigabit. Spätestens bei der Übertragung von Bildern würden diese Geschindigkeiten benötigt werden. Und in dieser Zukunft sind wir bereits längst angekommen...

    By M. Tscherner

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