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    Rechenzentrum

    Energieeinsparung in den Maschinenräumen des Rechenzentrums

    16.11.2020

    Unter einer sogenannten "Kaltgangeinhausung" ist die strikte Trennung der Warmluft- von den Kaltluftbereichen in großen Rechnerräumen gemeint. Diese Maßnahme dient vor allem der deutlichen Einsparung von Energie.

    Ein Kaltgangbereich im Rechenzentrum (Foto: RZ)
    Ein Kaltgangbereich im Rechenzentrum (Foto: RZ)

    Das Prinzip:
    Zur Kühlung moderner Server wird kalte Luft an der Vorderseite angesaugt und als Warmluft an der Rückseite wieder ausgeblasen. Aus diesem Grund stehen die Fronten der Serverschränke in Reihen einander gegenüber. In den Gängen dazwischen wird entweder Kaltluft aus dem Doppelboden geblasen („Kaltgang“) oder die Warmluft nach oben abgesaugt („Warmgang“).

    An den Enden der Schrankreihen und vor allem über den Schränken kann die Warmluft jedoch um die Schränke herum strömen und sich mit der Kaltluft vermischen. Um dies zu verhindern, können die Kaltgänge nach oben hin durch Acrylglasplatten abgedeckt werden; an den beiden Enden werden sie mit Schiebetüren abgeschlossen.

    Das Rechenzentrum hat kürzlich in seinen beiden Maschinenräumen diese sogenannten Kaltgangeinhausungen installieren lassen. Dadurch steht die kalte Luft der Klimaanlagen in vollem Umfang zur Kühlung der Hardware zur Verfügung, die Kühlleistung kann reduziert werden und auch die temperaturgesteuerten Lüfter in den Servern drehen sich langsamer. Das Rechenzentrum leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Energiekosten und damit zum Klimaschutz.

    Untersuchungen durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie das Borderstep Institut haben ergeben, dass - je nach Größe und räumlichen Gegebenheiten - die Kühlleistung der Anlagen um bis zu 35 % reduziert werden kann.

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